Gernot Pflüger


Seit seinem Auftritt bei "Maischberger“ in der ARD wissen nicht mehr nur seine 30 Mitarbeiter von ihm. Ein 43-jähriger Unternehmer im schwarzen T-Shirt, der über Gier und Neid in der Wirtschaft, und sein Firmenmodell diskutierte - er wurde als Kommunist beschimpft und als Idealist gelobt, doch beides will er nicht sein. Hierarchien und festgefahrene Strukturen sieht er als Bedrohung von Produktivität und Innovationsfähigkeit. Womöglich hat Pflüger so viele Gesichter, wie er schon Umwege gemacht hat in seinem Leben. Heute hält der Studienabbrecher von damals regelmäßig Vorlesungen über die Arbeitspraxis und Rahmenbedingungen der Medienproduktion an der Uni Tübingen. Er jobbte als Wachmann und als Verkäufer in einem Computerladen, und dort wurde ihm klar, wie Arbeit aussehen sollte. Nunmehr zwei Jahrzehnte erfolgreicher Unternehmenshistorie belegen, dass Mitarbeiter von sich aus engagiert arbeiten, wenn sie die Chance dazu bekommen. Bei CPP bekommen sie diese Chance: gleicher Lohn für alle, Hierarchie und fixe Arbeitszeiten gibt es nicht - alle Entscheidungen werden im Team gefällt.

Gernot Pflüger ist kein Theoretiker. Als einer von zwei Inhabern hat er die Firma nach dem kategorischen Imperativ gestaltet: "Mach das Unternehmen zu einem, in dem du selbst gerne arbeiten würdest." Wer sich mit seiner Arbeit identifiziert, arbeitet effizient und bleibt flexibel, sagt die Wissenschaft. CPP macht mit dieser Philosophie Geld. 2009 erschien Pflügers Buch „Erfolg ohne Chef“. Ein Motto welches auch bei Maischberger für spannende und überaus kontroverse Diskussionen sorgte.

Thematik: - ua. "Wie ein Neandertaler mit geladenem Colt - Wie wir endlich lernen können, sinnvoll mit elektronischer Kommunikation umzugehen."

 

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